Bestellen Sie; Xylitol Birkenzucker

Der Birkenzucker, auch bekannt als Xylit, Xylitol oder Xucker, ist ein Zuckeralkohol, der als Zuckeraustauschstoff eingesetzt wird. Die chemische Bezeichnung lautet Pentanpentol oder E 967. Birkenzucker kommt in der Natur in verschiedenen Obst-und Gemüsesorten vor, ebenso in Pilzen. Blumenkohl, Erdbeeren, Himbeeren und Pflaumen sind z.B. natürliche Xylit-Quellen. Wie der Name Birkenzucker auch schon sagt, kommt Xylit auch in der Rinde von Birke und Buche in größerer Menge vor. Allerdings wird er heute kaum noch so hergestellt. Dafür wird aber der Birkensaft noch von der Birke direkt gewonnen. Der Birkenzucker ist für den Menschen ein körpereigener Stoff, da er beim Abbau von Kohlenhydraten in geringen Mengen in der Leber entsteht.

Fakten über Birkenzucker
Bekanntheit erlangte Birkenzucker vor allem durch seinen Ruf als Kariesprophylaxe. Birkenzucker wird eingesetzt in Zahn- und Mundpflegeprodukten als Xylitol-Zahnpasta, Mundwasser oder zum Reinigen von Zahnersatz, Zahnspangen etc.

Da die Süßkraft des Birkenzuckers jedoch nahezu der des Haushaltszuckers (Saccharose) entspricht – 98%, allerdings mit weitaus weniger Kalorien ( 1 Gramm Saccharose = 4 Kalorien enthält, 1 Gramm Xylit = 2,4 Kalorien), wird er auch zum Kochen und Backen immer mehr eingesetzt. Auch verschiedene Lebensmittel mit Xylit, z.B. Schokolade, Kaugummis oder Bonbons erfreuen sich steigender Beliebtheit. Da für die Verstoffwechselung von Xylit weniger Insulin notwendig ist als für Haushaltszucker, ist der Zuckeraustauschstoff auch für Diabetiker gut geeignet.

Ist Birkenzucker wirklich gesund?
birkenzucker-bild rieselndBirkenzucker, bzw. Xylit werden Eigenschaften zugeschrieben, die bei Karies, Übergewicht und Diabetes eine wichtige Rolle spielen. Durch u.a. zwei finnische Studien ist die Karies reduzierende Wirkung augenscheinlich erwiesen worden. Zitiert man die Studie so sorgt Xylit für das Absterben kariesverursachender Bakterien und reduziert die Säurebildung der Plaque. Dass xylithältige Kaugummis in der Schwangerschaft das Kariesrisiko beim Baby vermindern, wurde ebenfalls untersucht. Deswegen werden Kaugummis, Bonbons, Zahnpasten und Mundspülungen etc. mit Xylit versetzt und tragen zum Erhalt der Zahnmineralisierung bei. Dass Birkenzucker direkt und eindeutig Karies verhindert wurde zwar häufig angedeutet (Verbraucherzentrale Bayern:“ kariesvorbeugende Wirkung“ , EFSA bezgl. Xylit Kaugummi bei Kindern) – diese Aussagen scheinen aber immer noch nicht offiziell anerkannt zu sein.

Birkenzucker sorgt aber auch dafür, dass der Blutzuckerspiegel weniger stark ansteigt als beim Konsum von Zucker, da beim Verzehr fast kein Insulin ausgeschüttet werden muss, im Gegensatz zum Verzehr von Haushaltszucker. Bei Zufuhr von Saccharose schnellt der Blutzucker- und der Insulinspiegel in die Höhe. Ist der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht, muss auch ständig mehr Insulin produziert werden. Oft liest man dann von der Diagnose Diabetes Typ 2 – offizielle Belege haben wir hierzu keine gefunden. Außerdem verursacht ein erhöhter Insulinspiegel aber bei vielen Hungergefühl, was auf Dauer der Grund für Übergewicht sein kann. Also auch in diesem Fall punktet der Birkenzucker und kann definitiv empfohlen werden. Er verursacht auch keinen Krebs wie manche irrtümlich denken.

Gibt es Nebenwirkungen beim Verzehr von diesem Zuckerersatz?
Bislang gibt es keine bekannten schädlichen Nebenwirkungen. Für Behauptungen, dass Birkenzucker krebsfördernd sei (eine Wirkung, die man auch normalem Haushaltszucker nachsagt) fehlen jegliche wissenschaftliche Beweise.

Man sollte jedoch darauf achten, den Konsum langsam zu steigern, da Birkenzucker in der Anfangsphase und bei zu hohem Konsum abführend wirken kann. Dies gilt es besonders zu beachten, wenn man Xylit z.B. zum Kuchen backen verwendet, der auch von Kindern gegessen wird. Eine Tagesdosis von 150 g sollte von einem Erwachsenen nicht überschritten werden, bei Kindern sind es 40 g.

Außerdem ist es wichtig, dass Haustiere nicht an Birkenzucker gelangen. Ihnen fehlt ein Leberenzym für den Abbau, und es wird eine hohe Insulinausschüttung erreicht, die den Blutzuckerspiegel stark senkt. Für einen Hund sind 5 g Birkenzucker eine tödliche Dosis.

Herstellung von Birkenzucker:
Die klassische Birkenzucker-Herstellung ist bereits seit über 100 Jahren bekannt. In Finnland wird auf den Zuckeraustauschstoff schon seit dem 2. Weltkrieg zurückgegriffen. Aus Pflanzenfasern von Birkenholz, aber auch Stroh, und heutzutage vor allem Maiskolben, wird Holzzucker (Xylose) gewonnen. Der Holzzucker kann vom Menschen nicht verdaut werden, darum ist ein aufwändiges, chemisches Verfahren notwendig, um daraus Birkenzucker herzustellen. Aufgrund des Aufwandes bei der Herstellung ist Birkenzucker um einiges teurer als normaler Haushaltszucker.

Damit die Nachfrage für den Birkenzucker Kauf gedeckt werden kann, wurde inzwischen auch eine Möglichkeit entwickelt, diesen aus Glukose herzustellen. Dieses Verfahren ist zwar einfacher und günstiger für den Hersteller, aber nicht unbedingt vorteilhafter für den Konsumenten. Der Grund dafür ist folgender: Für die Glukose wird Maisstärke benötigt. Diese Maisstärke kann allerdings auch aus gentechnisch modifiziertem Mais gewonnen werden, auch wenn der Anteil von Genmais innerhalb der EU noch recht gering ist, im Gegensatz zu den USA. Auch die benötigten Enzyme werden hauptsächlich aus gentechnisch veränderten Mikroorganismen gewonnen. Deshalb ist es sehr wichtig, auch auf den Hersteller zu achten, nicht nur auf den Preis des Birkenzuckers. 

 

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